Pferdeosteopathie

Funktionsstörungen im Körper erkennen und wahrnehmen

Pferdeosteopathie ist eine Behandlung von Hand. Das bedeutet, dass ich den Körper des Pferdes mit meinen Händen abtaste und unter meinen Händen erspüre, was das Pferd mir zeigt. Dieses kann eine Mimikveränderung sein, ein Zucken im Haarkleid, ein Wegtreten, unruhiges Verhalten, Augen zucken, Kopf fallen lassen, vermehrte Atmung und vieles mehr.

Der Körper des Pferdes wird als Einheit gesehen. Störungen in einem Bereich wirken sich auch auf die Psyche und Bewegung des Pferdes aus. Durch die feinfühlige Kontaktaufnahme mit dem Pferd, Abtasten der Muskulatur, Untersuchung der Gelenke und des gesamten Körpers wird ein Befundbogen erstellt. Die Behandlung richtet sich nach dem Befund und der Bewegungsfähigkeit des Pferdes. In der Behandlung werden Strukturen gelöst, eine Entspannung hergestellt, welches unmittelbar zu einer positiven Veränderung im Körper führt.

Durch Übungen werden alte Bewegungsmuster aufgelöst und neu ausgerichtet. Wichtig hierbei ist mir immer das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen, und dies geschieht durch meine innere Kommunikation mit dem Pferd.

 

Die Kunst ist, den Moment zu erkennen, wo das Pferd sich in meine Hände legt und mir vertraut.

 

Ein entspanntes Pferd ist ein Hauptziel in meiner Behandlung. Ich verbinde verschiedene Techniken und Methoden meiner Ausbildung und wende sie zum Wohle des Pferdes an.

Wahrnehmungen am Pferd

 

Wie hat sich das Verhalten des Pferdes geändert? Seit wann bestehen diese Auffälligkeiten?

Die Suche und das Hinterfragen ist hier sehr wichtig, um einen Zusammenhang herzustellen.

  • Zähne
  • Hufe
  • wechselnde Lahmheiten ohne Befund
  • vermehrte Empfindlichkeit 
  • Stellung und Biegung nicht möglich
  • Verwerfen im Genick
  • veränderte Rückentätigkeit
  • Unwirsch; unerklärliche Wesensveränderung
  • unsicher
  • pflegmatisch
  • austherapiert
  • ältere Pferde mit Komplikationen
  • Umstellung in der Herde, wechselnde Gruppen

 

Grundsätze der Pferdeosteopathie

 

Osteopathie ist eine Heilkunde, begründet durch den US-amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917). Der Grundgedanke der osteopathischen Behandlung ist, das Lebewesen immer ganzheitlich zu betrachten und zu behandeln. Der Osteopath nutzt seine Hände, um Störungen im Bewegungsapparat, den Funktionskreisen der inneren Organe und im Cranio Sacralen System zu finden und mit manuellen Techniken zu lösen. Jedes Körperteil, jedes Organ benötigt zum optimalen Funktionieren Bewegungsfreiheit. Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, entstehen aus Sicht der Osteopathie zunächst Gewebespannungen und darauffolgend Funktionsstörungen und Beschwerden.

Die vier wesentlichen Grundgedanken von Andrew Taylor Still sind:

  • Der Körper ist eine Einheit
  • Er ist immer als Ganzes zu sehen
  • Der Körper verfügt über eigene Heilungskräfte
  • Bewegung ist Leben

 

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© Susanne Voigt; Pferdeosteopathin